Interdisziplinäre Tagung am 22. und 23. Mai 2025 im Sigmund-Freud-Institut (SFI)

„Nach uns die Sintflut“ − Krisenbewältigung zwischen Externalisierung und Generativität

Veranstaltet vom Institut für Sozialforschung (IfS) und dem Sigmund-Freud-Institut (SFI) in Kooperation mit der Oper Frankfurt sowie der Goethe-Universität Frankfurt

Mit dieser Tagung wollen wir den psychischen und sozialen Mechanismen nachgehen, mit denen die Realität einer klimabedingten Umwälzung der Lebensbedingungen noch auf Distanz zu halten versucht wird. Sie fragt zum einen danach, auf welche Weisen solche illusionären Perspektiven und Praktiken fortgeschrieben werden – zum anderen geht es darum, Perspektiven zu entwickeln, wie Solidarität und Verantwortung für generational, räumlich, sozial Andere neu gefasst und verknüpft werden können.
Neben soziologischen, sozialpsychologisch-psychoanalytischen und philosophischen Beiträgen wird zudem in Zusammenarbeit mit der Oper Frankfurt ausgelotet, wie Krisen künstlerisch aufgegriffen werden und welche erweiterten Erfahrungsmöglichkeiten sich dadurch erschließen.

Das Programm und alle weiteren Informationen finden Sie im Veranstaltungsflyer.

Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte melden Sie sich unter folgendem Link an: Veranstaltungsanmeldung

Der vollständige Besuch der Veranstaltung wird von der Psychotherapeutenkammer Hessen mit 12 Fortbildungseinheiten anerkannt.

Nachfolgend ein Link zur Pressemitteilung der Goethe-Universität

Vortrag von Dr. des. Ina Kulić und M.A. Soz. M.Sc. Psych. Dennis Schäfer am 26. Juni 2025 um 18:00 Uhr im Sigmund-Freud-Institut (SFI)

 Man fühlt sich immer so’n bisschen zerrissen“ – Aufwachsen unter Fluchtbedingungen

Moderation: Prof. Dr. Patrick Meurs
Einleitung: Angelika Wilcke, Vorsitzende der Fördergesellschaft
Veranstalter: Fördergesellschaft des Sigmund-Freud-Instituts
Projekt: Übergangsräume des Weiter(an)kommens (ÜWA)

Bitte melden Sie sich bis zum 24. Juni 2025 unter Foege@sfi.eu an. Die Teilnahme ist nur mit einer Anmeldebestätigung möglich.

Nachruf für Ilse Grubrich-Simitis (22.02.1936 – 08.08.2024)

Die am 8. August verstorbene Psychoanalytikerin und international renommierte Freudforscherin Ilse Grubrich-Simitis war während ihres Lebens die unermüdliche treibende Kraft hinter der Herausgabe der gesammelten Werke Freuds. Sie übernahm zahlreiche redaktionelle Aufgaben in der psychoanalytischen Community und war Mitherausgeberin des Jahrbuchs für Psychoanalyse. Ihre Leidenschaft war es, Freuds Texte sowohl ihren psychoanalytischen Kolleginnen und Kollegen als auch einem breiteren psychoanalytisch interessierten Publikum zugänglich zu machen.

Sie studierte an der Hochschule für Gestaltung in Ulm und begann ihre berufliche Laufbahn in den 1950er Jahren. Sie machte es sich zur Aufgabe, Freuds Grundlagentexte nach der Zäsur des Nationalsozialismus einem deutschen Publikum wieder zugänglich zu machen. In dieser Zeit entwickelten sich sehr enge Beziehungen zu Personen wie James Strachey sowie Ernst und Anna Freud, die für Grubrich-Simitis eine wichtige unterstützende Rolle spielten.

Aus ihrer Tätigkeit als Herausgeberin von Freuds Texten entstand der Wunsch, selbst Psychoanalytikerin zu werden. Sie begann ihre Ausbildung 1972 am Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt und begann drei Jahre später zu therapieren. Am SFI war sie Mitarbeiterin von Alexander Mitscherlich. Ende der 70er Jahre erschien ihre erste Veröffentlichung über ihre klinische Arbeit, „Extremtraumatisierung als kumulatives Trauma“, ein Text über Übertragung und Gegenübertragung in der Behandlung eines Erwachsenen, der das Kind eines Holocaust-Überlebenden ist.

1998 erhielt sie den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Im selben Jahr wurde sie mit dem Sigourney-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Psychoanalyse ausgezeichnet. Sie wurde von der damaligen Jury als die herausragendste Freud-Forscherin innerhalb der deutschen psychoanalytischen Gemeinschaft anerkannt. Bekannt wurde sie in den Neunzigern durch Bücher wie „Zurück zu Freuds Texten“ (1993), das als besonderes Verdienst gilt und auch unbekannte Werke Freuds enthält. Einige Jahre zuvor hatte sie die „Übersicht über die Übertragungsneurosen. Ein bisher unbekanntes Manuskript“ herausgegeben. Sie betonte wiederholt den innovativen und kraftvollen Charakter von Freuds Arbeit. In ihren Besprechungen von Freuds Texten zeigte sie dem Leser Freud at work.

Sie war Ehrenmitglied und Lehranalytikerin am Frankfurter Psychoanalytischen Institut. Als klinisch vielseitig erfahrene, offene und unterstützungsbereite Kollegin genoss sie hohe Anerkennung.

Wir trauern um Ilse Grubrich-Simitis, die durch ihre international herausragende Auseinandersetzung mit dem Werk Sigmund Freuds und der Theoriegeschichte der Psychoanalyse auch grundlegende Beiträge zur Weiterentwicklung der zeitgenössischen psychoanalytischen Forschung leistete.

Das Direktorium des Sigmund-Freud-Instituts

Vortrag von M.A. Psych. Sima Saligheh und M.A. Soz. Raem Abd-Al-Majeed am 14. November 2024 um 18:00 Uhr im Sigmund-Freud-Institut (SFI)

Psychoanalytisch, preisgekrönt, prekär. Die psychosoziale Hilfe für Geflüchtete des Sigmund-Freud-Instituts

Moderation: Prof. Dr. Patrick Meurs
Einleitung: Angelika Wilcke, Vorsitzende der Fördergesellschaft
Veranstalter: Fördergesellschaft des Sigmund-Freud-Instituts

Bitte melden Sie sich bis zum 11. November 2024 unter Foege@sfi.eu an. Die Teilnahme ist nur mit einer Anmeldebestätigung möglich.

Die Einladung zur Veranstaltung finden Sie hier.

Vortrag am 5. Februar 2025 von 18 bis 20 Uhr im Hörsaalzentrum HZ 9, Goethe-Universität, Campus Westend

„Gedächtnis der Rache – Kunst der Versöhnung. Puccinis Turandot mit Paul Ricœur gelesen“

von Vera King (SFI & Goethe-Univ. Frankfurt) und Konrad Kuhn (Oper Frankfurt)

im Rahmen der Ringvorlesung „Se souvenir – Erinnerungspraktiken, Gedächtniskultur. Frankfurter Frankreich-Forschungen

des Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales (IFRA/SHS), des Historischen Seminars und des Fachbereichs Romanistik an der Goethe-Univ. Frankfurt/M. 

Vortrag von Dr. Julia Schreiber am 5. September 2024 um 17:00 Uhr im Sigmund-Freud-Institut (SFI)

Der Körper als Projekt. Psychische Bedeutungen und Auswirkungen von Körperotimierung

Moderation: Prof. Dr. Vera King
Einleitung: Angelika Wilcke, Vorsitzende der Fördergesellschaft
Veranstalter: Fördergesellschaft des Sigmund-Freud-Instituts

Bitte melden Sie sich bis zum 4. September 2024 unter Foege@sfi.eu an. Die Teilnahme ist nur mit einer Anmeldebestätigung möglich.

Fachtagung des PSV Rhein-Main am 20. September 2024 von 10:30 bis 16:45 Uhr im Sigmund-Freud-Institut (SFI)

Meine Arbeit und Ich ‒ Ich und meine Arbeit
Geflüchtetenhilfe gestern, heute, morgen

Die Fachtagung richtet sich an alle Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Geflüchteten im Rhein-Main-Gebiet.

Die Tagung ist vor dem Hintergrund der Förderung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration für alle Teilnehmer*innen kostenlos. Hinsichtlich der begrenzten Teilnehmer*innenzahl bitten wir Sie um verbindliche Anmeldungen unter veranstaltungen@sfi.eu mit Angabe Ihrer Arbeitsstätte und Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Bitte geben Sie dort auch Ihren gewünschten Workshop an.

13. Kongress für psychodynamisches Coaching vom 28. Februar bis 01. März 2025 an der Universität Kassel

Die Sprache der Abwesenheit – Die widersprüchliche Sehnsucht nach Rückzug und Resonanz

Veranstaltet von der inscape gGmbH (Institut für Coaching, Supervision und Organisationsberatung, Köln) und dem Institut für Psychologie der Universität Kassel in Kooperation mit dem Sigmund-Freud-Institut (SFI), Frankfurt/M. Dr. phil. Ullrich Beumer (Tagungsleitung) ist Gastwissenschaftler am SFI.

Am 01. März um 11:00 Uhr leiten Franziska Elfers (SFI) und Mardeni Simoni (SFI) einen Workshop zum Thema ‚Organisationale Dynamiken und individuelles Erleben der Arbeit im Kontext digitalen Wandels‘.

Weitere Informationen können Sie dem Programm entnehmen.

Das verbindliche Anmeldeformular schicken Sie bitte an gabriele.beumer@inscape-international.de.

Workshop mit Dr. Christine Bär am 07. März 2025 von 14:30 bis 19:00 Uhr im Sigmund-Freud-Institut (SFI)

Familiendynamiken unter Fluchtbedingungen:
Entwicklungsbedingte Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche

Die Forschungsgruppe ‚Übergangsräume des Weiter(an)kommens‘ lädt die Mitarbeitenden in der Geflüchtetenhilfe und Interessierte zu einem Workshop ein.

Bitte melden Sie sich bei Interesse bis zum 28.02.2025 bei Herrn Scholz unter Scholz@sigmund-freud-institut.de an. Die Teilnahme ist kostenfrei und die Teilnehmerzahl begrenzt.